
Contractor/Energiedienstleister
SÜDWÄRME Gesellschaft für Energielieferung AG
Ansprechpartner: Rudi Maier
Tel.: +49 89 32170-6
E-Mail: rudi.maier@suedwaerme.de
Objektort
82487 Oberammergau
Bundeswehrverwaltungsschule und Nato-Schule in Oberammergau
Im Jahre 2008 war die Südwärme erfolgreich aus einer europaweiten VOL-Ausschreibung der Wehrbereichsverwaltung Süd der Bundeswehr hervorgegangen. Ausgeschrieben war die Übernahme und Umrüstung einer betagten Heizstation mit 30 Übergabestationen auf regenerative Heiztechnologie sowie die Übernahme des voll eigenverantwortlichen Betriebs der Anlage im Rahmen eines Contractingvertrages.
Standort der Anlage: Bundeswehrverwaltungsschule und NATO-Schule in Oberammergau. Wertungskriterien der Ausschreibung waren neben der Wirtschaftlichkeit und der Betriebssicherheit eine hohe CO2-Einsparung. Das Südwärme-Anlagenkonzept überzeugte die Verantwortlichen in allen Bereichen. Den Vertrag unterzeichneten Rudi Maier, der Vorstand der Südwärme AG und Götz-Friedrich Baron von der Ropp, der Präsident der Wehrbereichsverwaltung Süd, der für Ausschreibungsverfahren und Liegenschaftsmanagement der Bundeswehr in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg zuständigen Stelle. Im Oktober 2008 wurde die Anlage von der Südwärme übernommen und vorerst unverändert betrieben. Im Frühjahr 2009 wurde mit den umfangreichen Umbaumaßnahmen begonnen. Durch die großzügigen Abmessungen des bestehenden Heizhauses konnte der Biomassekessel einschließlich Rauchgasreinigung und Brennstoffversorgung problemlos eingebaut werden. Der Hackschnitzelbunker wurde an die Rückseite des Gebäudes neu errichtet.
Seit 1. Oktober 2009 wird diese Bundeswehrliegenschaft in Oberammergau zu 80 % aus Biomasse mit Wärme versorgt. Die restlichen 20 % Wärme werden zur Spitzelastabdeckung über die bestehenden Öl- und Gaskessel erzeugt. Die 30 angeschlossenen Gebäude werden über das bestehende Leitungsnetz aus der Heizzentrale mit Wärme versorgt. Für den Umbau und den Betrieb der Anlage mit 24 Stunden-Fernüberwachung sind die beiden Südwärme-Kompetenzzentren Gaiser GmbH & Co. KG, Ulm und Huber Haustechnik GmbH, Oberammergau, verantwortlich. Die Versorgung mit Holzhackschnitzeln erfolgt über das BiomasseEnergieNetzwerk (B.E.N.). Alle Beteiligten sind sehr zufrieden mit der Lösung: die Bundeswehr freut sich über die deutliche Kostenentlastung bei gleichzeitiger Modernisierung und einem professionellen Betrieb des Heizwerkes, die Südwärme über eine langfristige Zusammenarbeit und die Gemeinde Oberammergau als Luftkurort darf einen spürbaren Beitrag zur Erhaltung der Luftqualität erwarten.
ECKDATEN DES PROJEKTS
Objektart
Öffentl. Gebäude (Bund/Land)
Schule/Kindergarten
Inbetriebnahme
2008
Energieart
Wärme
Contractingart
Energieliefer-Contracting
Energieträger
Holz
Öl
Anlagentechnik
Holzhackschnitzelkessel (1.700 kW) Grundlast
Öl-Niedertemperaturkessel (1.600 kW)
Gas/Öl-Niedertemperatur (2.900 kW)
Pufferspeicher (36.000 Liter)
Holzhackschitzelbunker 160 Kubikmeter mit hydraulischem Schubboden und Kratzkettenförderer Heizölerdtank mit 500.000 Liter
Einsparung
Mit dieser neuen Heizanlage wird eine CO2-Einsparung gegenüber einer reinen Ölheizung von 80 % bzw. 2.675,7 to pro Jahr erreicht.
Das entspricht einer PKW-Fahrleistung bei einem CO2-Ausstoß von 160 g/km (derzeitiger Flottenverbrauch in Deutschland) von ca. 16.725.000 km




